PRAXISWISSEN
Praxiswissen für die Momente, in denen Vertrag und Wirklichkeit aufeinandertreffen.
Verträge zeigen ihren Charakter meist erst im Konflikt. Was auf dem Papier ausgewogen wirkt, verschiebt sich unter Druck oft deutlich zulasten der Partei, die Risiken übersehen oder falsch eingeschätzt hat.
Die Beiträge auf dieser Seite entstehen aus der täglichen Arbeit in Vertragsgestaltung und Prozessführung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Maschinen- und Anlagenbau. Gerade dort werden rechtliche Risiken besonders sichtbar: in komplexen Projektketten, grenzüberschreitenden Vertragsbeziehungen und Auseinandersetzungen mit erheblicher wirtschaftlicher Tragweite. Die Artikel greifen die Fragen auf, die in Mandaten immer wieder entstehen: Wo liegen die rechtlichen Sollbruchstellen eines Vertrags, wann werden sie im Projektverlauf gefährlich und was lässt sich tun, bevor aus Spannung Streit wird. Jeder Beitrag verbindet rechtliche Substanz mit der Perspektive eines Anwalts, der Verträge nicht nur gestaltet oder prüft, sondern die Konflikte führt, die aus ihnen entstehen.
Eine individuelle Rechtsberatung ersetzen diese Beiträge nicht. Sie zeigen aber, worauf es in der Praxis ankommt und an welcher Stelle Verträge, Projekte und Konflikte genauer geprüft werden sollten.
AKTUELLE BEITRÄGE

Spezifikationsänderungen im Projektverlauf
Spezifikationsänderungen gehören im Maschinen- und Anlagenbau zum Projektalltag. Streit entsteht regelmäßig nicht wegen der Änderung selbst, sondern wegen der Frage, ob sie vom ursprünglichen Leistungsumfang gedeckt ist oder als Nachtrag zusätzlich zu vergüten ist. Der Beitrag zeigt, worauf Anbieter bei Dokumentation, Nachtragsmanagement und vertraglicher Ausgangslage achten sollten.

Mängelrügen als Zahlungsvermeidungsstrategie im Maschinen- und Anlagenbau
Die Schlussrechnung ist gestellt, die Anlage läuft — und statt der Zahlung kommt eine Mängelrüge. Wer dieses Muster nicht erkennt, verliert Zeit, Liquidität und Verhandlungsposition. Der Beitrag zeigt, wie Anbieter sich dagegen aufstellen — von der Dokumentation über die qualifizierte Zurückweisung bis zur Klage.

Beweissicherung bei Sachmängeln
In der Praxis erlebe ich es immer wieder: Entscheidende Fehler bei der Beweissicherung werden in den ersten Tagen gemacht. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Sachmängel richtig dokumentieren – und warum Privatgutachten allein nicht ausreichen.
BGH AKTUELL
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