Maschinen- und Anlagenbau
Ihr Interessenanwalt im Maschinen- und Anlagenbau
Für die Anbieterseite
Wer Maschinen und Anlagen baut, lebt von Ingenieurskunst, Präzision und dem Vertrauen seiner Auftraggeber. Aber dieses Geschäft hat eine Seite, die in keinem Prospekt steht: Sie leisten vor, bevor Sie bezahlt werden. Sie entwickeln Lösungen auf Grundlage von Spezifikationen, die sich im Projektverlauf ändern. Sie sind eingebunden in Projektketten, in denen Verzögerungen und Probleme anderer Beteiligter auf Sie durchschlagen — obwohl Sie sie weder verursacht haben noch beeinflussen konnten. Und wenn es zum Streit kommt, stehen Sie als Anbieter in einer Risikoposition, die sich grundlegend von der des Auftraggebers unterscheidet: Ihre Leistung ist erbracht, Ihr Kapital ist gebunden, und derjenige, der zahlen soll, sitzt in aller Regel am längeren Hebel.
Das gilt für den Generalunternehmer, der ein schlüsselfertiges Werk schuldet und dabei von seinen Subunternehmern abhängt. Es gilt genauso für den Subunternehmer, der eine Einzelanlage beisteuert und sich zwischen dem Generalunternehmer über ihm und seinen eigenen Zulieferern unter ihm behaupten muss. Und es gilt für den Komponentenhersteller, der Antriebe, Steuerungen oder Spezialteile in ein Projekt liefert, dessen Gesamtdimension er weder überblickt noch beeinflussen kann. Unterschiedliche Positionen in der Projektkette, aber dieselbe Grundsituation: Sie haben geleistet, und jetzt müssen Sie dafür sorgen, dass Ihre Leistung anerkannt und vergütet wird.
Genau hier setze ich an.
Seit vielen Jahren berate und vertrete ich Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus auf der Anbieterseite. Ich habe Großprojekte begleitet, in denen Generalunternehmer und Subunternehmer um erhebliche Beträge gestritten haben, und mittelständische Zulieferer vertreten, die sich gegen wirtschaftlich deutlich stärkere Auftraggeber durchsetzen mussten. Ich kenne die Sprache der Lastenhefte und Abnahmeprotokolle. Ich weiß, was passiert, wenn eine Spezifikation nachträglich geändert wird und der Auftraggeber später so tut, als sei sie von Anfang an so vereinbart gewesen. Ich weiß, wie Mängelrügen eingesetzt werden, um Zahlungen hinauszuzögern. Und ich weiß, was es für einen Unternehmer bedeutet, der einwandfrei geleistet hat und trotzdem um sein Geld kämpfen muss.
Warum die Anbieterseite? Weil ich in über zwei Jahrzehnten anwaltlicher Arbeit erlebt habe, dass diejenigen, die die eigentliche Wertschöpfung erbringen — die konstruieren, fertigen, montieren, liefern —, rechtlich oft am schlechtesten aufgestellt sind. Ihre Verträge werden vom Auftraggeber diktiert. Ihre Nachträge werden verschleppt. Ihre Gewährleistungsrisiken werden einseitig ausgestaltet. Und wenn es zum Streit kommt, fehlt ihnen häufig ein Anwalt, der nicht nur das Recht kennt, sondern auch ihre Branche, ihre Abläufe und ihre wirtschaftliche Realität versteht.
Und wenn Ihr Geschäft über Grenzen reicht — Kunden im Ausland, Projekte im Ausland, Klagen aus dem Ausland —, bin ich ebenfalls Ihr Ansprechpartner, denn internationales Prozessrecht ist mein zweites Spezialgebiet.
In kaum einem Bereich wird deutlicher als im Maschinen- und Anlagenbau, worauf LEGAL+ angelegt ist: Verträge mit Blick auf den Konflikt zu denken und Konflikte mit Blick auf das Geschäft zu führen.
Wann Mandanten zu mir kommen
Die meisten Mandanten kommen nicht mit einem Rechtsgebiet zu mir, sondern mit einer Situation:
Ein Auftraggeber verweigert die Abnahme — nicht weil die Anlage nicht funktioniert, sondern weil er Mängel vorschiebt, um die Schlusszahlung hinauszuzögern. Oder das Projekt ist ins Stocken geraten, und nun wird über Nachträge gestritten: Was war vereinbart, was war Zusatzleistung, und wer bezahlt den Mehraufwand? Ein Zulieferer stellt fest, dass sein Auftraggeber die Spezifikation im Projektverlauf geändert hat und jetzt auf dem ursprünglichen Preis besteht. Ein Generalunternehmer haftet gegenüber dem Endkunden für den Verzug eines Subunternehmers, der seinen eigenen Lieferengpass verschwiegen hat.
Das sind keine Ausnahmen. Das sind die Grundkonflikte des Maschinen- und Anlagenbaus, in immer neuen Konstellationen. Sie entstehen dort, wo technische Komplexität auf wirtschaftlichen Druck trifft — und wo vertragliche Regelungen entweder fehlen oder nicht das halten, was der Auftraggeber in sie hineingeschrieben hat.
In diesen Situationen arbeite ich auf zwei Ebenen: Wenn der Konflikt da ist, vertrete ich Sie — vor Gericht, im Schiedsverfahren, in der Verhandlung. Wenn der Vertrag noch geschrieben wird, sorge ich dafür, dass genau diese Konflikte entweder gar nicht erst entstehen oder von vornherein zu Ihren Gunsten geregelt sind. In beiden Fällen zählt dasselbe: Branchenkenntnis, Prozesserfahrung und die Bereitschaft, sich mit Ihrem konkreten Fall so tief zu befassen, wie es nötig ist.
Wie ich arbeite
Jedes Mandat beginnt mit einer nüchternen Bestandsaufnahme: Wie ist die Sach- und Rechtslage? Was ist beweisbar? Was ist wirtschaftlich sinnvoll — und was nicht?
Ich sage Ihnen offen, wie ich die Lage einschätze, auch wenn das Ergebnis unbequem ist. Ich führe keine Verfahren, die keinen realistischen Mandantenvorteil erwarten lassen. Und ich empfehle einen Vergleich, wenn er die bessere Lösung ist — auch wenn ein Urteil spektakulärer wäre.
Was Sie von mir erwarten können: einen Anwalt, der Ihr Mandat persönlich führt. Kein Team, das wechselt. Kein Apparat, der abrechnet. Ein Ansprechpartner, der den Sachverhalt kennt, erreichbar ist und Verantwortung für das Ergebnis übernimmt.
Was ich von Ihnen erwarte: offene Karten. Vollständige Unterlagen, ehrliche Angaben, auch zu den unbequemen Punkten. Nur auf dieser Grundlage kann ich ein Mandat so führen, dass es vor Gericht Bestand hat.
Wenn Ihr Geschäft über Grenzen reicht
Maschinen und Anlagen gehen in die Welt. Ihre Kunden sitzen im Ausland, Ihre Projekte laufen über Ländergrenzen, und wenn es zum Streit kommt, stellt sich die Frage, welches Gericht zuständig ist, welches Recht gilt und wie ein Urteil im Ausland durchgesetzt wird. Internationales Prozessrecht ist mein zweiter Schwerpunkt — und im exportstarken Maschinen- und Anlagenbau verbinden sich beide auf natürliche Weise.
Mehr erfahren:
MANDANTENSTIMMEN
KONTAKT